Die größten Brände der

Freiwilligen Feuerwehr Bad Sachsa

Die im Jahre 1708 angeschaffte "Große Feuer­spritze" mußte 1718 ihre erste große Be­währungsprobe bestehen. In der Marktstraße brannten 47 Häuser ab. Dieses war auch der erste große Brand in Sachsa, den man aus den geschichtlichen Aufzeichnungen der Wehr ent­nehmen kann.

In den darauf folgenden 200 Jahren mussten die verpflichteten Feuerwehrmänner des öfteren zu größeren und kleineren Bränden in und um Sachsa ausrücken. Im Zweiten Weltkrieg wurden in der Schul­straße am 1. Januar 1941 die Hintergebäude der Grundstücke Köhler und Witter durch ein Großfeuer vernichtet.

Durch Tieffliegerbe­schuß entstand am 8. April 1945 in der unteren Marktstraße ein Großfeuer. Die Hinterge­bäude der Grundstücke Heine, Müller und Böttcher mit den Hausnummern 30, 31 und 32 waren bis auf die Grundmauern niedergebrannt.


Zu einem weiteren Großfeuer mußte die Bad Sachsaer Feuerwehr am Heiligabend 1947 nach Nüxei ausrücken. Ende des gleichen Monats noch brannten in der Ziegelstraße die Stallungen und die Scheune des Grundstückes Lautenbach nie­der.


Zu einem Großfeuer in Scharzfeld wurde die Wehr am 17.10.1952 eingesetzt.


Durch ein Großfeuer wurde Ende 1962 das Ra­vensberghotel vollständig vernichtet. Da da­mals noch keine Wasserleitung auf den Ravens­berg gelegt war, und die Sachsaer Wehr noch nicht über ein Tanklöschfahrzeug verfügte, konnte das Hotel leider nicht mehr gerettet werden. Auf Grund dieses Großbrandes beschaffte die Stadt Bad Sachsa im darauf folgenden Jahr ein neues Tanklöschfahrzeug des Types TLF 16.


Eine Serie von Brandstiftungen brach 1970 über Bad Sachsa herein. Neben mehreren kleineren Bränden entstanden unter anderem auch ein Mittel­feuer im Cafe Waldsaum und ein weiteres Mittel­feuer im Möbellager Wedler.


Am 22. Januar 1976 brannte es zum ersten Mal im Hotel Ratskeller in der Marktstraße. Durch ein Entstehungsfeuer auf dem Boden entstand ein ziemlich großer Dachstuhlbrand, der zu­sätzlich noch die angrenzenden Nachbarhäuser bedrohte.


Ein Großfeuer war am 13. Januar 1977 in der Ziegelstraße zu beklagen. Durch eine achtlos wegge­worfene Zigarettenkippe entstand ein großer Dachstuhlbrand, der sich dann bis in die untersten Stockwerke ausdehnte. Das Haus wurde nach dem Brand abgerissen und ist heute wieder neu aufgebaut. Der zweite Ratskellerbrand, vermutlich Brand­stiftung wie der erste Ratskellerbrand im Januar 1976, war am 23. Juli 1977. Mit diesem Brand wurden die Reste des Hotels auch noch vernichtet. Auch das Gebäude wurde später abgerissen. Heute befindet sich auf dem Grundstück ein Einkaufsmarkt und ein Eiscafe.


1980
, das Jahr des 100-jährigen Jubiläums, brachte der Feuerwehr viele Einsätze. Unter anderem musste die Feuerwehr zu mehreren Brandeinsätzen in Bad Sachsa ausrücken, die ein Feuerteufel zu verschulden hatte. Spektakulär aber in diesem Jahr waren die beiden Großfeuer in der Sachsaer Verpackung in Wieda, bei denen die Bad Sachsaer Feuerwehr mehrere Tage im Einsatz war.


Zwei Einsätze, von denen man auch noch nach 25 Jahren spricht. Wiederum ein Feuerteufel beschäftigte die Feuerwehr im Jahr 1986, als es in Tettenborn zu insgesamt vier Scheunenbränden kam.


Einen wahrlich großen Einsatz hatte die Feuerwehr zum Zeitpunkt der Grenzöffnung im November 1989. Hier galt es die einsetzenden Besucherströme aus der DDR einzuweisen, bzw. durch Bad Sachsa hindurch zu lotsen.


1994
und 1995 kam es in Neuhof zu zwei Großbränden. In der Langen Straße brannten jeweils Scheunen. 


Im Jahr 2000 mußte die Feuerwehr Bad Sachsa das Alten- u. Pflegeheim Küker in der Bismarckstraße räumen, nachdem eine Bewohnerin in ihrem Zimmer geraucht hatte und es zu einem  schnell ausbreitendem Zimmerbrand kam. Durch den schnellen Entschluß zum Räumen des gesamten Heimes konnte hier Schlimmeres verhindert werden, wobei hier gesagt werden muß, das an dem Nachmittag des Einsatztages ideale Einsatzbedingungen herrschten. Der bisher größte Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienstkräfte in der Geschichte der Feuerwehr der Stadt Bad Sachsa.



Zum ersten länderübergreifenden Einsatz mussten die Feuerwehren der Stadt Bad Sachsa im Jahr 2001 ausrücken. Die Nachbargemeinde Branderode bat um nachbarschaftliche Löschhilfe, als ein ehemaliges LPG-Gebäude in Vollbrand stand.



Im Jahr 2004 mußte die Feuerwehr zur nachbarschaftlichen Löschhilfe nach Bad Lauterberg ausrücken. Es galt ein Großfeuer bei der Firma Exide im Werk 1 zu bekämpfen.


Der Rückblick auf die Großeinsätze stellt nur einen geringen Teil der Gesamteinsätze der Feuerwehr dar. Neben diesen Großeinsätzen musste die Feuerwehr zu vielen Mittel- und Kleinbränden, Hilfeleistungen, Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und Auslösungen von Brandmeldeanlagen ausrücken.